Mário Soares (1924 geboren)

Foto von Mário Soares
Von 1986 bis 1996 war Mário Soares Staatspräsidetn von Portugal.

Er wurde in Lissabon geboren und studierte an der Universität von Lissabon und an der juristischen Fakultät der Pariser Sorbonne. Während der Diktatur unter António de Oliveira Salazar stand er an der Spitze der demokratischen Opposition. Zwölfmal wurde er inhaftiert und von 1968 bis 1974 lebte er im Exil.

Nach der "Nelkenrevolution" von 1974 kehrte er nach Portugal zurück und wurde Aussenminister (1974/1975). Danach war er Minister ohne Geschäftsbereich. Als Aussenminister leitete er die Entlassung der portugiesischen Kolonien in die Unabhängigkeit ein.

1976 übernahm Soares nach dem Wahlsieg der PS, die er mitgegründet hatte, das Amt des Ministerpräsidenten, das er aber 1978 wieder abgab, da das Parlament ihm wegen seiner Wirtschaftspolitik die Unterstützung versagte.

1983 wurde Soares Ministerpräsident einer Mitte-Links-Koalitionsregierung, als die PS wieder an die Macht kam.

1985 trat er mit dem Ausscheiden der Sozialdemokratischen Partie Portugals (PSD) aus der Regierung wieder zurück, um 1986 mit absoluter Mehrheit zum Staatspräsidenten gewählt zu werden.

1991 wurde er mit über 70 % der Stimmen für weitere fünf Jahre bestätigt.

1996 wurde er schließlich von Jorge Sampaio abgelöst, weil ein Staatspräsident gemäß der portugiesischen Verfassung nur zwei Perioden im Amt bleiben darf.

Weitere Informationen auf portugiesisch: http://www.fundacao-mario-soares.pt/biouk.htm


© 1998, Sven Sevke Email an: sevke@Algarve-Kontakt.com
Letzte Änderung am 06. Juli 1998